Unkrautvernichter für Rasen, Wege & Garten
Unkrautvernichter - Produkte für Wege und Grünflächen zu Top Preisen
Welcher Unkrautvernichter wirklich passt, hängt vor allem davon ab, wo das Unkraut wächst. Auf dem Rasen brauchst du ein Mittel, das die Gräser schont und nur die Unkräuter trifft. Auf Beeten darf das Präparat alles abtöten, was Blätter zeigt, weil dort sowieso eine Neuanlage geplant ist. Und auf gepflasterten Wegen sind chemische Mittel komplett tabu – dort hilft nur Hitze oder Muskelkraft. Wir führen dich durch die drei Anwendungsbereiche und zeigen dir, welche Wirkstoffe in welcher Situation Sinn ergeben.
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Die drei Anwendungsbereiche im Überblick
Effiziente Unkrautbekämpfungsmittel beinhalten sogenannte Wuchsstoffe. Das sind Substanzen, welche den natürlichen Wachstumshormonen des Unkrauts ähneln. Wenn die Pflanzen diese Inhaltsstoffe aufnehmen, kommt es zu einem unkontrollierten Wachstum - und zwar primär über die Blätter. Da die Pflanzen über die Wurzeln viel zu wenig Nährstoffe einholen können, bricht der Stoffwechsel zusammen und die Unkräuter sterben ab.
Rasenunkrautvernichter
Klee, Gänseblümchen, Wegerich und Löwenzahn zählen zu den Klassikern im Rasen, und gerade weil sie zwischen den Gräsern wachsen, brauchst du ein Mittel, das genau zwischen beidem unterscheidet. Selektive Wirkstoffe nutzen dabei einen biologischen Trick: Sie greifen ausschließlich zweikeimblättrige Pflanzen an – also das Unkraut –, während die einkeimblättrigen Rasengräser unbeschadet weiterwachsen. Zu den bekanntesten Vertretern gehören Compo Banvel Quattro, Etisso Rasen-Unkraut-frei Perfekt und Substral Celaflor Weedex. Wer Unkrautbekämpfung und Düngung in einem Arbeitsgang erledigen will, findet außerdem Kombigranulate wie den Substral Rasendünger mit integriertem Unkrautvernichter.
Unkraut entfernen auf Beeten und Freiflächen
Sobald keine Rücksicht auf umliegende Zielpflanzen genommen werden muss, kommen Totalherbizide ins Spiel. Sie bekämpfen jede Pflanze, die mit dem Spray in Berührung kommt, und eignen sich deshalb für die Beetvorbereitung, die Neuanlage von Flächen oder den Kampf gegen tief wurzelndes Unkraut wie Giersch und Ackerschachtelhalm. Aus dieser Gruppe stammen klassische Produkte wie Roundup Unkrautfrei Total und Vorox Unkrautfrei Express. Wer dabei auf einen umweltschonenderen Wirkstoff setzen möchte, greift zu Präparaten auf Pelargonsäure-Basis – etwa zu Neudorff Finalsan, das auf einer in Geranien natürlich vorkommenden Säure beruht.
Moos und Grünbeläge entfernen
Moos im Rasen und grüner Belag auf Stein verhalten sich biologisch anders als klassische Unkräuter und brauchen deshalb auch andere Wirkstoffe. Im Rasen sorgt Eisen-II-Sulfat dafür, dass Moos innerhalb weniger Tage schwarz wird und sich anschließend herausharken lässt. Für Terrassen, Hauswände und Steinflächen gibt es spezielle Grünbelagentferner, die Algen und Flechten lösen, ohne den Untergrund anzugreifen.
Wirkprinzipien: Was im Inneren der Pflanze passiert
Wenn du verstehst, wie ein Wirkstoff in der Pflanze arbeitet, lässt sich auch das passende Produkt schneller finden. Im Wesentlichen gibt es drei Mechanismen, die im Garten zum Einsatz kommen, und jeder davon hat seine eigene Stärke – sowohl in der Geschwindigkeit als auch in der Nachhaltigkeit der Wirkung.
Systemische Herbizide
Systemische Mittel werden über die Blätter aufgenommen und wandern mit dem pflanzeneigenen Saftstrom bis in die feinsten Wurzelspitzen. Die gesamte Pflanze stirbt ab und treibt nicht mehr aus, was sie zur ersten Wahl gegen hartnäckiges Wurzelunkraut macht. Bis das Ergebnis sichtbar wird, brauchst du allerdings Geduld: Eine vollständige Wirkung zeigt sich erst nach ein bis drei Wochen.
Kontakt-Herbizide
Kontakt-Herbizide arbeiten anders. Sie zerstören die oberste Zellschicht der Blätter, woraufhin die Pflanze innerhalb weniger Stunden austrocknet. Optisch ist das ein Sofort-Effekt, der vor allem bei Pelargonsäure-Produkten beeindruckt. Der Haken: Bei tief wurzelnden Pflanzen bleibt der unterirdische Teil meist intakt und treibt nach. Für oberflächliches Unkraut, Moos und Algen sind sie aber genau die richtige Wahl.
Selektive Wirkstoffe
Selektive Mittel unterscheiden zwischen Pflanzentypen und greifen ausschließlich das Unkraut an, während Nutz- oder Zierpflanzen verschont bleiben. Im Garten begegnen sie dir vor allem in Rasenunkrautvernichtern, weil dort kein flächendeckendes Abtöten erwünscht ist. Genau dieser selektive Effekt macht sie für die Rasenpflege unverzichtbar.
Anwendung: Wann und wie?
Selbst das beste Mittel verschenkt seine Wirkung, wenn der Zeitpunkt nicht stimmt. Damit der Wirkstoff überhaupt aufgenommen werden kann, müssen sowohl die Pflanze als auch das Wetter mitspielen – und auch der Umgang mit dem Rasen vor und nach der Behandlung entscheidet darüber, wie nachhaltig der Erfolg ausfällt.
Der richtige Zeitpunkt
Am besten wirken Unkrautvernichter in der Hauptwachstumsphase, also im späten Frühjahr von Mai bis Juni oder im frühen Herbst rund um den September. In dieser Zeit läuft der Stoffwechsel der Unkräuter auf Hochtouren und der Wirkstoff erreicht schnell die Wurzeln. Die Außentemperatur sollte konstant zwischen 15 und 25 Grad liegen: Ist es kälter, wachsen die Pflanzen kaum und nehmen wenig auf; wird es zu heiß, schließen sie ihre Poren und blockieren das Mittel.
Wetter und Witterung
Plane den Tag der Anwendung sowie die folgenden 24 Stunden so, dass es trocken bleibt. Regen würde das Mittel von den Blättern waschen, bevor es einziehen kann, und im schlimmsten Fall direkt ins Grundwasser spülen. Genauso ungünstig ist starker Wind, weil das Spray dann auf benachbarte Zierpflanzen oder ins Gemüsebeet driftet und dort Schaden anrichtet.
Vorgehen beim Rasen
Drei bis vier Tage vor der Behandlung solltest du den Rasen nicht mehr mähen, damit das Unkraut genug Blattmasse für die Wirkstoffaufnahme bildet. Nach dem Auftragen lässt du dem Mittel ebenfalls ein paar Tage Zeit, um in die Wurzeln zu wandern, bevor du wieder zum Mäher greifst. Mit dieser Pause holst du deutlich mehr aus jedem Liter heraus.
Was auf Wegen und Pflasterflächen verboten ist
Ein Punkt, der immer wieder zu Ärger führt: Auf befestigten Flächen wie Pflasterwegen, Einfahrten, Terrassen und Gehwegen ist der Einsatz chemischer Unkrautvernichter in Deutschland gesetzlich verboten. Auch beliebte Hausmittel wie Essig oder Salz dürfen dort nicht eingesetzt werden. Hintergrund ist der Schutz des Grundwassers: Auf versiegelten Flächen werden die Wirkstoffe nicht im Boden abgebaut, sondern beim nächsten Regen ungefiltert in die Kanalisation gespült. Bei Verstößen drohen Bußgelder im vierstelligen Bereich.
Erlaubt sind stattdessen mechanische Methoden wie Fugenkratzer oder Drahtbürste, thermische Verfahren wie Abflammgeräte und – am einfachsten – kochend heißes Wasser direkt aus dem Wasserkocher. Der Hitzeschock zerstört die Zellstruktur der Pflanze zuverlässig, kostet quasi nichts und hinterlässt null Rückstände in der Natur.