Maulwurf vertreiben
Was erlaubt ist und was wirklich hilft
Über Nacht sind sie da: kleine Erdhügel, die den frisch gemähten Rasen durchziehen. Ein Maulwurf hat sich eingerichtet. Ärgerlich ist das vor allem optisch, denn Schaden richtet er kaum an. Trotzdem willst du ihn loswerden, und genau hier gibt es eine Regel, die viele nicht kennen: Der Maulwurf steht unter besonderem Schutz. Fangen und Töten sind tabu, erlaubt ist ausschließlich das Vertreiben.
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Warum du den Maulwurf nicht bekämpfen darfst
Maulwürfe gehören in Deutschland zu den besonders geschützten Arten. Du darfst sie weder fangen noch töten noch ihre Baue mutwillig zerstören. Wer es trotzdem tut, riskiert ein empfindliches Bußgeld.
Was erlaubt bleibt, ist die Vergrämung: Du machst dem Tier den Aufenthalt so unangenehm, dass es freiwillig umzieht. Genau dafür gibt es Vertreibungsmittel, die mit Duft- und Geruchsstoffen arbeiten statt mit Gift. Sie schaden dem Maulwurf nicht, sondern nutzen seinen empfindlichen Geruchssinn.
Nebenbei: Ganz nutzlos ist der Untermieter nicht. Er frisst Engerlinge, Schnecken und Larven und lockert den Boden. Wenn er in einer entfernten Gartenecke gräbt, kannst du ihn dort auch einfach lassen.
Wie Vertreibungsmittel funktionieren
Der Maulwurf lebt fast vollständig unter der Erde und orientiert sich über Geruch und Erschütterung. Sein Gangsystem ist sein Zuhause, seine Speisekammer und sein Fluchtweg zugleich. Bringst du dort intensive Duftstoffe ein, wird der Bereich für ihn unattraktiv, und er verlegt seine Gänge in eine andere Richtung.
Genau darauf setzen die Mittel. Sie enthalten Wirkstoffe wie Geraniol oder Eukalyptusöl, werden direkt in die Gänge eingebracht und verströmen dort über Tage bis Wochen ihren Geruch. Wichtig ist das Verständnis: Du vertreibst das Tier, du tötest es nicht. Das ist rechtlich der einzig gangbare Weg und tierschutzgerecht obendrein.
Die Mittel im Überblick
Für die Vergrämung stehen dir mehrere Produkte zur Auswahl, die sich in Wirkstoff und Anwendung unterscheiden.
Granulat und Kugeln für die Gänge
Der Compo Maulwurf-Raus arbeitet mit Geraniol und ist ausdrücklich als schonendes Vertreibungsmittel ausgelobt, das Maulwürfe nicht gefährdet. Die Protect Home Stopp-Kugeln nutzen Eukalyptusöl als natürlichen Wirkstoff, halten bis zu 6 Wochen und werden ins Gangsystem gegeben.
Kombimittel gegen Maulwurf und Wühlmaus
Weil beide Tiere ähnliche Gänge anlegen, gibt es Mittel für beide Fälle. Das Substral Celaflor Wühlmaus und Maulwurf Ex ist ebenfalls als Vertreibungsmittel ohne Gefährdung für Tiere ausgewiesen und wirkt sofort und langfristig. Auch der Protect Home Blocker deckt beide Arten ab.
Ein Hinweis dazu: Maulwurf und Wühlmaus sind rechtlich nicht gleichgestellt. Die Wühlmaus darf bekämpft werden, der Maulwurf nicht. Beim Kombiprodukt bleibst du deshalb beim Maulwurf immer bei der Vergrämung.
So gehst du bei der Anwendung vor
Suche zuerst das Gangsystem. Zwischen den Hügeln verlaufen die Tunnel, und an den Hügeln selbst findest du die Zugänge. Öffne einen Gang vorsichtig und bringe das Mittel direkt hinein, dann verschließe die Öffnung wieder locker mit Erde, damit der Geruch im Tunnel bleibt und nicht nach oben entweicht.
Die Aufwandmenge richtet sich nach dem Produkt, üblich sind Angaben je Gangöffnung und je laufendem Tunnelmeter. Behandle mehrere Gänge gleichzeitig, sonst weicht das Tier nur in den Nachbargang aus. Und rechne mit Wiederholung: Nach einigen Wochen lässt die Wirkung nach, und wenn der Maulwurf zurückkommt, wiederholst du die Anwendung.
Verschließe die Dose nach Gebrauch sofort dicht, damit sich die wirksamen Duftstoffe nicht verflüchtigen. Lies vor der ersten Anwendung die Gebrauchsanweisung auf dem Produkt, denn nur die Hinweise auf dem gelieferten Produkt sind für die Anwendung verbindlich.
Was du zusätzlich tun kannst
Neben den Mitteln helfen ein paar einfache Maßnahmen. Ein Maulwurf folgt dem Futter, und das sind vor allem Regenwürmer und Larven im lockeren, feuchten Boden. Wer seinen Rasen sehr intensiv wässert und düngt, macht ihn für Maulwürfe besonders attraktiv.
Erschütterungen mag er ebenfalls nicht, weshalb regelmäßiges Mähen und Betreten der Fläche den Bereich unruhiger macht. Und wenn du ohnehin neu anlegst: Ein in den Boden eingebrachtes Gitter unter Beeten und Rasenflächen hält Maulwürfe dauerhaft fern, ist aber nur beim Neuanlegen mit vertretbarem Aufwand machbar.
Häufige Fehler
Der klassische Fehler ist die Ungeduld: ein Mittel in einen einzigen Gang geben und am nächsten Tag prüfen, ob der Maulwurf weg ist. Er braucht Zeit, um umzuziehen, und er tut es nur, wenn ein größerer Bereich unangenehm wird.
Ebenso verbreitet sind Hausmittel wie Buttersäure, Karbid, Glasscherben oder das Fluten der Gänge. Davon ist abzuraten: Sie sind unzuverlässig, teils tierschutzwidrig und im Fall geschützter Arten schlicht nicht zulässig. Und schließlich das Zuschütten der Hügel ohne Behandlung, denn der Maulwurf gräbt sie einfach wieder auf.
Maulwurf vertreiben mit Green Tuning
Du willst deinen Rasen zurück, ohne dem Tier zu schaden? Bei uns findest du Vertreibungsmittel als Granulat und Kugeln, mit Wirkstoffen wie Geraniol und Eukalyptusöl. Weitere Produkte gegen ungebetene Gäste im Garten zeigt unsere Tierabwehr, das gesamte Sortiment findest du in der Schädlingsbekämpfung und im Bereich Garten. Bei Fragen zur Auswahl beraten wir dich gern. Sprich uns einfach an, wir helfen dir weiter.